Über die Gerte

veröffentlicht am 7. September 2016 in Reitausrüstung von
Gerte

Mit der Gerte kann der Reiter dem Pferd vorwärts treibende und seit- und rückwärtsweisende Hilfen geben, wenn Hilfen wie Schenkel, Zügel, Gewichtsverlagerung und Stimme nicht ausreichen.

Gerten-Arten

Folgende Gerten sind überwiegend im Handel erhältlich.

  • Dressurgerte (Länge ca. 110-120 cm)
  • Springgerte (Länge ca. 60-75 cm)
  • Longiergerte (ca. 180-250 cm)

Merkmale der verschiedenen Gerten

Eine Dressurgerte sollte nicht zu weich, jedoch elastisch sein. Sie besteht in der Regel aus einem Fiberglaskern, der von einem Textilgewebe oder Leder ummantelt ist, einem ca. 15-20 breiten Griffstück und einer ca. 10-15 cm langen Schnur am Ende. Es werden auch Gerten mit Handschlaufen am Griffstück angeboten. Diese Handschlaufen sind jedoch nicht sehr vorteilhaft, da die Gerte häufig die Hand des Reiters wechseln muss.

Die Springgerte ist merklich kürzer (ca. 60-75 cm), starr und mit einem breiten Ende aus Leder oder Kunstleder ausgestattet. Auf Turnieren darf die Länge der Springgerte 75cm nicht überschreiten.

Die Longiergerte gibt es wegen ihrer Länge von 180-250 cm auch in teilbarer oder teleskopischer Ausfertigung. Sie besteht meist aus Fiberglas, Carbon oder Kunststoff. Die gedrehte Schnur am Ende der Gerte ist zwischen 250 und 300 cm lang.

Dressur- und Springgerten sollten so gewählt werden, dass sie dem Größenverhältnis zwischen Reiter und Pferd entsprechen. Reiter, die an Turnieren teilnehmen sollten unbedingt die Vorgaben der LPO und WBO beachten, da nicht in diesem Regelwerk genehmigte Gerten zur Disqualifikation in der jeweiligen Prüfung führen können.


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